Der Schlaganfall

21.09.2017

Der Schlaganfall in der neurologischen Praxis: Der Schlaganfall ist eine häufige Erkrankung. 550 Menschen erleben täglich in Deutschland einen Schlaganfall. Unsere Referentin Frau Dr. Sättler geht zunächst auf die Entstehungsmöglichkeinen eines Schlaganfalles ein.

Der Schlaganfall ist eine häufige Erkrankung. 550 Menschen erleben täglich in Deutschland einen Schlaganfall.
Unsere Referentin Frau Dr. Sättler geht zunächst auf die Entstehungsmöglichkeinen eines Schlaganfalles ein. Ursache aller Forman von Schlaganfall ist eine Unterbrechung der Energieversorgung des Gehirns, die zu einem Funktionsausfall in den betroffenen Hirnregionen führt. Ursache ist entweder eine verstopfte Arterie (ca 80%) mit nachfolgender Minderdurchblutung, oder eine eingerissene Arterie (ca. 20%) mit nachfolgender Blutung, die zu einem vorübergehenden oder dauernden Funktionsausfall des betroffenenen Hirnbereiches führen.

Es ist wichtig, die Anzeichen eines Schlaganfalles sofort zu erkennen. Es sind dies insbesondere halbseitige Lähmung, Sprach und Sprechstörungen, und Sehstörungen. Es gilt das amerikanische Sprichwort: Time is brain (Zeitverzug kostet Gehirn). Ein Schlaganfall wächst. Jede Minute ohne Behandlung führt zu einer weiteren Schädigung des Hirngewebes.
Deswegen bei Verdacht auf Schlaganfall sofort Notruf: 112 und Unterbringung des Pat. in eine Spezialeinheit (stroke unit).
Bei schneller Behandlung eines Gefäßverschlusses (Lyse) kann ein Schlaganfall folgenlos abheilen.
Ist es zu einer bleibenden Schädigung des Gehirns gekommen, wird eine Rehabilitation erforderlich. Dabei kann es zu weiteren erheblichen Verbesserungen der Funktionsausfälle kommen. Grundlage dafür ist die bis ins hohe Alter bestehende sog. Plastizität unseres Gehirnes, derart dass Funktionsausfälle durch verschieden Mechanismen teilweise kompensiert werden können. Die Basis dafür ist regelmäßiges Üben.
Ziel von Therapie und Rehabilitation ist ein selbstbestimmtes Leben.
Einem Schlaganfall kann man vorbeugen durch konsequente Behandlung der Risikofaktoren: (Bluthochdruck, Diabetes, Fettwechselstörungen, Fehlernährung, Übergewicht) und Vermeidung der Risikofaktoren(Nikotin, übermäßiger Alkoholkonsum, Mangel an Bewegung).
Im Anschluss an das Referat findet eine lebhafte Diskussion statt.
Frau Ch. Schäfer bedankt sich im Namen der Gruppe für den umfassenden Vortrag.
Foto: Peter Bergmann